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Von quiekenden Schweinchen und anderen ungewöhnlichen Tönen

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War nicht zu einer musikalischen Performance eingeladen worden? Manch einer mag sich gefragt haben, wie denn vier Plastikschweichen, eine Nähschatulle, ein Müllkontainer und abgesägte Milchtansen auf die Bühne der Sekundarschule Tobel gekommen waren. Kaum hatte der Letzte Platz genommen, war der wehmütige Klang aus einem dicken Rinderhorn immerhin ein erster Hinweis auf Musik. Spätestens, als Enrico Lenzin sein drei Meter 80 langes Alphorn über den Köpfen der Schülerinnen und Schülern schweben liess, waren alle gefesselt.

Die Frage, ob denn ein Alphornbläser für jugendliche Zuhörerinnen und Zuhörer passend sei, war somit beantwortet. Sofort fand sich auch ein Mutiger im Publikum, der das schweizerische Urinstrument ausprobieren wollte. Enrico Lenzin hat uns verraten, dass er seit 10 Jahren Alphorn spielt und oft stundenlang übt. Kunststück, dass er dem Instrument auch ungewohnte Töne entlocken kann, wenn er zum Beispiel aufs Mundstück klopft oder über die Pedigrohrumwicklung streicht.

Enrico Lenzin ist aber viel mehr als Alphornbläser. Er ist Schlagzeuger und Rhythmuskünstler dazu. Es ist unmöglich, ruhig auf dem Stuhl zu sitzen, wenn er auf Glocken, Tschinellen und Trommeln schlägt und dazu steppt.

Rhythmus ist für Enrico Lenzin seit dem Kindergarten wichtig, hat er erzählt. Zur Veranschaulichung brachte er seine ersten Instrumente, ein Waschbrett der Grossmutter und das Nähkästchen seiner Mutter mit.

Er kombiniert das traditionelle Alphorn mit moderner Musik, spielt mit Loops und Beats. Seine Musikstücke leben von seinen Improvisationen und sind deshalb immer unterschiedlich, auch wenn man sie erkennt. Nun, für uns waren sowohl seine Interpretation von Ed Sheerans «Shape of you», als auch die «Alphorndisco» und der «Moosruef» neu, einzigartig und spannend.

Nun aber zurück zu den Plastikschweinchen. Enrico Lenzins Kinder haben die gepunkteten Tierchen, die eigentlich ein Hundespielzeug sind auf einer Autobahnraststätte in Italien entdeckt. Der Musiker hat sie getestet und für gut befunden. Seither quieken und grunzen sie als fester Bestandteil von Lenzins Auftritten, mal erste Stimme, mal Grundrhythmus.


Ich fand es sehr unterhaltsam und es war mal etwas anderes als man es normalerweise von Musik kennt.

Es war eine interessante Mischung aus Kreativität und Musik.


Es war sehr interessant zum Zuhören da immer neue Geräusche dazu gekommen sind und es sehr abwechslungsreich war.


Ich fand es spannend, wie er mit vielen verschiedenen Objekten Musik gespielt hat.


Ich war sehr überrascht, wie er auf die Idee gekommen ist solche Musik zu spielen und deshalb fand ich es echt speziell.


Ich hätte nicht gedacht, dass man aus gewöhnlichen Gegenständen Musik machen könnte.


Ich fand es sehr beeindruckend, wie ein altes Waschbrett zu einem Schlagzeug werden kann.


Es war sehr amüsant und es cool das man Alphorn mal probieren spielen konnte.


Ich finde man hat richtig gemerkt, dass er Musik mag da er immer einen Weg gefunden hat Musik zu machen.


Ich finde es sehr beeindruckend, dass er bis zu vier Stunden am Tag übt. 

 

Enrico Lenzin, 1971 im St. Galler Rheintal geboren, gehört zu den vielseitigsten Schweizer Schlagzeugern, Alphornspielern und Rhythmuskünstlern. Nach seinem Studium in Wien und am Konservatorium Luzern bei Pierre Favre entwickelte er einen unverwechselbaren Stil, der traditionelle Klänge mit moderner Musik verbindet. Seit seinem Solo-Debüt 2016 bei den „Grössten Schweizer Talenten“ begeistert er weltweit sein Publikum – in über 25 Ländern und in zahlreichen TV-Shows im In- und Ausland.
[Quelle: Enrico Lenzin]



Zum Schulbeginn auf den Säntis

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Erstklässler der Sekundarschule Tobel wandern in drei Tagen vom Schulhaus auf den Säntis.

Schlafsack, Wäsche für drei Tage, wenig Zahnpasta, ein Löffelchen Duschmittel, Sonnencrème und Essen für einen Tag. So haben die neuen Oberstufenschülerinnen und Schüler gemeinsam gepackt. Ja nicht zu viel in den Rucksack – es muss alles eigenhändig getragen werden.

So wanderte die bunte Schar unterstützt von vier Lehrpersonen und vier Eltern letzte Woche in Tobel los. Schon ausserhalb von Bettwiesen war das Ziel, der Säntis, in Sicht. Die 41 Jugendlichen konnten kaum glauben, dass diese Strecke in drei Tagen zu schaffen sei. Um Wil herum ging es in Bazenheid an die Thur zum Mittagsrast. Belegte Brote und ein kühles Bad im Fluss weckten wieder neue Lebensgeister. Ab Lütisburg folgte die Gruppe dem Necker bis St. Peterzell. Dort warteten bereits drei Eltern mit Grillfeuer, Bouillon und Dessert. Mit 35 km in den Beinen ging es danach auch nicht lange, bis die Jugendlichen zufrieden einschliefen.

Am zweiten Tag zog die Schar weiter dem Necker entlang zum Ampferenbode, um das Ofenloch herum und über den Chrätzerenpass in die Schwägalp. Herrliches Wetter, eine abwechslungsreiche Landschaft und viele Gespräche unter Schülerinnen, Lehrern und Begleiterinnen liessen die anstrengende Wanderung etwas in den Hintergrund rücken. Nach 26 km bot die Chammhaldenhütte den erschöpften Wanderern eine gemütliche Herberge.

Der Aufstieg! Die zwei Klassen mit ihren Begleitern erhielten Unterstützung von weiteren Eltern, die den Aufstieg auf den Säntis mitmachten. 41 Jugendliche und 15 Erwachsene wagten den anstrengenden, schweisstreibenden und atemberaubenden Aufstieg auf den Berg. Über die Musfallen hoch zur Tierwies, wo eine Bündner Gerstensuppe auf die Abenteurer wartete. Nach der Mittagspause hinter dem Grauchopf vorbei zur Himmelsleiter. Noch schnell ein Foto in Richtung Seealpsee und dann endlich: der Gipfel!

Die drei Klassenlehrer Brägger, Schallmeiner und Beier führten diese Wanderung nun schon zum achten Mal durch. Dabei lernen sich die Schülerinnen und Schüler kennen, wachsen als Klassen zusammen, helfen sich gegenseitig. Der eine oder die andere kommt dabei immer wieder an physische und psychische Grenzen. Diese erfahren, damit umgehen und manchmal sogar etwas darüber hinausgehen sind wertvolle Erfahrungen für die Jugendlichen und auch für die begleitenden Erwachsenen.

Das Glücksgefühl auf dem Gipfel über die erbrachte Leistung – 70 km und 4000 Höhenmeter – ist jedenfalls unbezahlbar. Dieses Gefühl kann den Jugendlichen niemand mehr nehmen.



Gelungener gemeinsamer SO-Start

31 Jugendliche und vier Lehrpersonen der beiden Sekundarschulen Tobel und Affeltrangen kamen am Freitagabend, 22. August, im Schwimmbad Stettfurt zum gemeinsamen Programmstart zusammen. Die fröhlichen Teenager vergnügten sich beim abendlichen Bad, liessen sich die Wasserrutsche heruntertreiben, wagten sich für einen kühnen Sprung auf den Turm oder genossen einfach das Zusammensein bei Gespräch und Musik. Nur zu schnell wurde es ganz dunkel und die Badi musste wieder verlassen werden. Für einmal waren nicht wir die Letzten, denn das öffentliche Beachvolleyball-Turnier dauerte bis in die Morgenstunden.

Die beiden SO bedanken sich ganz herzlich beim stets zuvorkommenden, aufgestellten Baditeam unter der Leitung von Önder Sengül (Bademeister) und Luciana Secli (Kioskbetrieb).

Sehr gerne kommen wir in einem Jahr wieder! :-)



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